Die Magie der 10.000

 

 

BeachHallo liebe BLOG Abonennten,

Ich freue mich dass aus unserem Netzwerk „Wege aus der Stressfalle“ in den nächsten Monaten einige Trainer BLOG-Beiträge schreiben. Wir starten mit Thomas. Thomas Daub ist sowohl als Mensch, als auch als Trainer außergewöhnlich. Lasst Euch von diesem tollen Beitrag inspirieren, Thomas und ich freuen uns auf Eure Reaktionen

Michael

Thomas Daub bloggt bei Michael Hilgert

10.000 (in Worten: Zehntausend)

Schritte

 

In meinen Seminaren treffe ich immer wieder Menschen, die mit enormen Stress-markern belastet sind. Diese Menschen sind langsam, aber stetig in eine negative Stressspirale geraten – sei es im beruflichen, sozialen oder gesundheitlichen Bereich.
Stress mit seinen langfristig stark negativen Auswirkungen lässt uns oft eins vergessen: UNS SELBST.
Wenn es uns gelingt, aus negativen Mustern auszusteigen; wenn es uns gelingt, dass wir uns nur 10 Minuten am Tag um den wichtigsten Menschen der Welt kümmern, nämlich uns selbst, dann – und nur dann – werden wir uns bereits nach kurzer Zeit über die positiven Rückmeldungen unserer Mitmenschen freuen können.
Wir werden ganz oft anerkennend hören: „Mensch, hast Du Dich so positiv verändert …“
Oder: „Ist das so schön, Dich wieder lachen zu hören …“
Und: „Wo holst Du nur die ganze Energie her …?“

Wie schaffen wir das?
Es gibt drei „Sachen“, die wir immer tun. Diese Tätigkeiten laufen im Hintergrund unseres oft stressigen Alltags mit und werden von uns nicht mehr in ihrer Gesamt-heit wahrgenommen.

Es handelt sich dabei um
 unsere Gedanken,
 unsere Atmung und
 unser Bewegungsprofil.
Lassen Sie mich heute ein paar Worte zum Thema „Bewegung“ schreiben.
Der Mensch ist ein Bewegungswesen. Wir sind es evolutionär gewohnt; nein – wir mussten uns sogar körperlich aktiv verhalten. Denn ohne Jagd, ohne Sammeln von Nahrung wären unsere Vorfahren jämmerlich verhungert.
Bewegung ist somit ein wesentlicher Bestandteil unserer Lebensweise; unser Gehirn ist in 250.000 Jahren auf Bewegung programmiert worden und unser Körper wurde für Bewegung geschaffen.

Keine Angst!
Ich verlange jetzt nicht von Ihnen, dass Sie in das nächste Sportgeschäft laufen und sich eine High-Tech-Ausrüstung im Wert von mehreren hundert Euros zulegen.
Ich habe auch nicht die Erwartungshaltung, dass sie sich im nächsten Fitnessstudio anmelden und bei überlauter Musik in einem sterilen Maschinenpark zu Tode langweilen.
Alles, was Sie brauchen, haben sie bereits. Denn mir geht es um den Abbau Ihrer Stresshormone durch moderate, aber regelmäßige Bewegung.
Sie bleiben dabei Ihr eigener Chef: Sie bestimmen, wann es jeden Tag los geht und Sie werden erkennen, wie einfach es ist, in nur kurzer Zeit ein enorm positives Le-bensgefühl zurückzuerobern.

Moderate und regelmäßige Bewegung
Unser Körper ist evolutionär für täglich 10.000 Schritte gemacht. Aber auch täglich bis zu 40.000 Schritte wären für ihn kein Problem. Lediglich unter 5.000 Schritte pro Tag gelten als inaktiver Lebensstil und sind somit für uns unzureichend.
10.000 Schritte – das sind ca. 6,5 km oder im Vergleich ungefähr 14 km Fahrrad-fahren am Tag. Optimal ist es, wenn wir dabei ganz leicht ins Schwitzen kommen.
10.000 Schritte am Tag – Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass sich damit unser Risiko, eines Tages an Alzheimer zu erkranken, um 50 % reduziert. Depressionen werden durch 10.000 Schritte am Tag um bis zu 40 % reduziert. Dies ist schlicht und einfach dem Umstand zu verdanken, dass durch die Bewegung unser Gehirn besser durchblutet wird.
Ich höre natürlich jetzt bis hierher an meinen Schreibtisch im schönen Saarland die Stimmen der Kritiker: „10.000 Schritte – das sind ungefähr 6,5 km – da bin ich ja locker über eine Stunde unterwegs … wo soll ich denn die Zeit noch dafür hernehmen …?“
OK – einverstanden mit der Kritik. Nicht jeder hat wie ich zwei tolle Hunde – zwei Golden Retriever – die mich jeden Tag zur Bewegung animieren. Es geht hier auch nicht um tägliche Bewegung. 10.000 Schritte ein- bis zweimal die Woche bewirken bereits Wunder – denn regelmäßige Bewegung hilft immer:
 Bereits 2.000 Schritte senken das Risiko eines Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls um 14 %.
 1.000 Schritte senken den Blutdruck so stark wie zwei entsprechende Medikamente.
 1.000 Schritte senken den Blutzuckerwert so stark wie ein standardisiertes Diabetes-Medikament.

Egal wie – moderate Bewegung lohnt sich immer.
Ich hatte Teilnehmerinnen und Teilnehmer in meinen Seminaren, die bereits durch die kreative Umgestaltung ihres Arbeitsweges eine Gewichtsreduzierung von mehr als 10 Kilogramm Körpergewicht erreichten:
 Sie kamen bei schönem Wetter mit ihrem Fahrrad zur Arbeit.
 Sie stiegen zwei Haltestellen früher aus dem Bus aus.
 Oder sie stellten Ihren PKW außerhalb der kostenpflichten Parkplätze der In-nenstadt ab und hatten neben dem gesundheitlichen auch noch einen finanzi-ellen Vorteil
Eines war aber bei allen Seminarteilnehmern zu beobachten: Sie gewannen ALLE – ohne Ausnahme – ein positiveres Lebensgefühl, lachten viel mehr und fingen an, kreativer zu werden und lange brachliegende Hobbys wieder zu aktivieren. SIE WURDEN ALLE AKTIVER.
Jetzt wäre nur noch ein Problem aus der Welt zu schaffen: WIE KANN ICH MICH MOTIVIEREN?

Wie bekomme ich Motivation zur Bewegung?
Ich hatte Ihnen vorhin von meinen zwei Motivatoren erzählt: Meinen beiden Golden-Retriever-Rüden Tempête und Avel. Die zwei stehen zu ihren Gassi-Zeiten an der Haustür – und denen ist es egal, wie das Wetter aussieht. Im Gegenteil: Als Wasser-Apportierhunde kann es den beiden draußen gar nicht nass genug sein.

Thomas Hunde
Wir alle sind jeder auf seine eigene Art Hundehalter: Wir alle haben einen Hund – den inneren Schweinehund. Und der wehrt sich gegen Bewegung, wenn unser Gehirn und jede Faser unseres Körpers nach einem langen und stressigen Arbeitstag „Couch, Couch, Couch“ schreien.
Und genau dieser „innere Schweinehund“ ist sehr, sehr leicht auszutricksen.
Bewegung als Universaltalent
Eine brandaktuelle Studie des American College of Rheumatology (ACR) vom 07. November dieses Jahres bestätigt eindrucksvoll, welche minimalen Maßnahmen mo-tivierend wirken.
96 Rheumapatienten wurden über einen Zeitraum von 21 Wochen in drei Vergleichs-gruppen begleitet:
 Gruppe 1 bekam eine Schulung über die Bedeutung von körperlicher Aktivität.
 Gruppe 2 und Gruppe 3 bekamen einen Schrittzähler und ein Notizbuch zur täglichen Leistungsfeststellung. Die Daten wurden den Forschern alle zwei Wochen mitgeteilt.
 Gruppe 3 musste ihre Schrittzahlen alle zwei Wochen zusätzlich um 10 % steigern.
Die meisten von Ihnen ahnen schon, wie die Studie ausgegangen ist:
 Gruppe 1 stellte fast keine Veränderung des Aktivitätsniveaus fest.
 Gruppe 2 steigerte ihre Schrittzahl um 87 %.
 Gruppe 3 brach alle Rekorde: Hier gab es eine durchschnittliche Steigerung um 159 %.
Ist das nicht genial einfach? Oder ist es einfach genial?
Alleine durch das Zählen der Schritte und das Notieren der Tagesleistung erreichen wir eine solche Leistungsexplosion!
Und es kommt noch besser: Sie brauchen keinen Schrittzähler oder ein Notizbuch. Heute erledigt das für Sie unbemerkt im Hintergrund die Fitness-App eines Smart-phones Ihrer Wahl. Probieren Sie es aus!
Regelmäßige, moderate Bewegung ist ein Universaltalent. Die Funktionsweise von Körper und Gehirn verbessern sich in ihrer Gesamtheit, Ihr Gewicht reguliert sich, Ihre Stimmung wird besser, die kardiovaskulären Risikofaktoren minimieren sich und Ihre Müdigkeit ist wie weggeblasen. Und Ihr Nachtschlaf verbessert sich automa-tisch.
Ich wünsche Ihnen schon jetzt viel Spaß beim Ausprobieren meiner Tipps. Die Zeit ist ideal dafür: Weihnachten steht vor der Tür und wir können uns selbst beschenken mit einer Fitness-App unter dem Tannenbaum. Und die meisten von uns fassen beim Jahreswechsel neue Vorsätze.
Der Unterscheid wird sein: SIE werden Ihre Vorsätze durchhalten! Denn SIE wissen, wie es geht!
Ich wünsche Ihnen schon jetzt frohe Weihnachten und viel Erfolg im neuen Jahr. Denn dann werde ich wieder bloggen – zu den Themen Atmung und Gedanken …
Ich wünsche Ihnen eine stressfreie Zeit.

Thomas Daub
Ihr Thomas Daub

 

 

3 Gedanken zu „Die Magie der 10.000

  1. Hey Thomas, zwei tolle Artikel hast Du da geschrieben. Sehr interessant. Leider bin ich zu tierlieb, um meinem „inneren Schweinehund“ in den Arsch zu treten. Ich werde es aber mal mit ein paar Leckerlies probieren! Mach weiter so! LG Caro

    • Hallo Nicola, ich antworte Dir weil die Kommentare bei mir ankommen. Der Artikel von Thomas ist toll und in der ersten Januarwoche schreibt er den 3.Artikel in Serie. Ich freue mich dass Du Interesse an dem Thema hast und bedanke mich im Namen von Thomas, einem der wirklich sehr guten Trainer für dieses Thema

      Michael

    • Hallo Caroline.
      Ich freue mich, dass Dir beide Artikel gefallen haben. So wie ich Dich kenne, fehlt es Dir nicht unbedingt an Bewegung. Und manchmal tut dem Schweinehund auch ein kleiner Ruck an der Leine gut, damit er wieder weiß, wer Rudelführerin ist. Anschließend darfst Du ihn auch belohnen … Und vielleicht bringt Dich ja mein dritter Artikel einen kleinen Schritt weiter – er handelt von unseren Gedanken. Liebe Grüße von Thomas D. … und halt immer Deine Deckung hoch!
      http://www.michael-hilgert-bloggt.de/wp-comments-post.php

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