Deine Gedanken sind deine Welt

Thomas Daub bloggt bei Michael Hilgert.

Deine Gedanken sind Deine Welt.

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Hallo und herzlich willkommen zu meinem ersten Blog im neuen Jahr.
Keine Angst, es wird kein übliches „Jetzt ist ein neues Jahr … beginne mit Deinen guten Vorsätzen … gehe neue Wege … -Blablabla“.
Im Gegenteil. Ich sage: Bleibe so, wie Du bist. Und werde noch besser.
In den beiden letzten Blogs hatten wir uns gemeinsam über Möglichkeiten der moderaten, regelmäßigen Bewegung und über unsere Energiequelle Nr. 1, die Atmung, unterhalten.
Heute stelle ich Euch die letzte Variante der drei Dinge vor, die bei uns immer im Hintergrund ablaufen: Das DENKEN.

                                                     Nicht-Denken für Denker.

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Wir denken alle ganz viel – fast unaufhörlich. Gehirnwissenschaftler gehen von ca. 40.000 bis 60.000 Gedanken pro Tag aus.
Ihr glaubt das alle nicht? Na gut, lasst uns einen Test machen: Setzt Euch bequem hin, entspannt Euch, macht Eure Augen zu und denkt eine Minute lang an NICHTS.
Viel Spaß dabei … in einer Minute geht’s weiter …

Wie war es? Wetten, dass in Eurem Gehirn der Teufel los war? Dann zählt jetzt mal bitte Eure Gedanken dieser Minute, in der Ihr an nichts denken solltet. Das Ganze multipliziert Ihr mit 60 (Minuten) mal 24 (Stunden). Das ist das Ergebnis der Hochrechnung Eures Probelaufes: „Ich denke eine Minute lang an NICHTS.“
Manchmal denken wir sogar noch dann, wenn wir es gar nicht gebrauchen können: Nachts. Anstatt zu schlafen. Dann springt in unserem Gehirn ein kleiner „Gedanken-Hamster“ in sein Laufrad und dreht es unermüdlich. Am Morgen „wachen“ wir wie gerädert auf.
Gebracht haben uns die quälenden Gedanken nichts, denn Grübeln ohne anschließenden Masterplan und konsequente Umsetzung führt uns langfristig ins körperliche und geistige Abseits.
Quälende Gedanken, Grübeln ohne Lösung, negative Sichtweisen, belastende Vorstellungen, relativierbare Einstellungen – Stress hat viele Gesichter.Thomas 3

Die Ursache dieses Stresses liegt häufig in uns selbst – in der Art, wie wir die Welt beobachten und beschreiben. Das Fatale daran ist der sich entfaltende und negativ höchst effiziente Wirkungskreislauf:
(1) Negative Gedanken verursachen negative Gefühle.
(2) Negative Gefühle lösen unangemessene Handlungen aus.
(3) Die negativen Reaktionen Deiner Umwelt erzeugen bei Dir negative Gedanken … und der Katastrophenkreislauf beginnt von vorne …
Durch unser „Kopfkino“ sind wir leider fähig, uns selbst unangemessene Gefühle zu erzeugen, die zu eher inadäquaten Handlungen führen. Und schon hast Du Dir selbst ein perfektes „Gedankengefängnis“ gebaut.
Was wir hier dringend brauchen, sind individuelle Ressourcen, die den Anforderungen der jeweiligen Situation genügen, um eine Störung unserer mentalen Balance zu vermeiden.
Auch hier gilt wieder der Grundsatz: Stress zu reduzieren heißt, an sich selbst zu arbeiten.
Mir persönlich hilft es oft, in Lebenssituationen, die mir gedanklichen Stress bereiten, Fragen zu beantworten. Durch diese Fragen, die meine Denk-Perspektive verändern, kann ich sehr gut meine Einstellungen hinterfragen und mich dadurch selbst stabilisieren und stärken.
Zwei meiner Lieblingsfragen sind:
(1) „Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?“
(2) „Welchen Rat würde ich meinem besten Freund geben, der genau das gleiche Problem hat?“
Optimal wäre es natürlich, die Antworten auf diese Fragen gemeinsam mit mir in einem Coaching zu beantworten, das Dich auf gewinnbringende Art und Weise durch diesen Prozess führen würde.
Aber sich selbst diese Fragen ehrlich beantworten zu können, bringt uns bei der Veränderung unserer Bewertungsmuster schon ganz oft weiter.
Eine Technik, um negative Denkstrukturen positiv umzugestalten, möchte ich Euch heute ganz besonders ans Herz legen. Allein schon deswegen, weil ich damit meine ganz speziellen, persönlichen Erfahrungen gemacht habe.
Mit dieser Technik verlasst ihr ganz schnell den Bereich des „Mindfuck“, denn es ist leider ganz oft so, dass uns nicht die Dinge beunruhigen, sondern unsere Vorstellung von den Dingen. Mit dieser Technik gewinnt Ihr überraschend schnell eine positiv-realistische Sicht auf die Dinge.
Als Michael mir diese Technik anfangs vorstellte, war ich äußerst skeptisch. Mir war sie vom bloßen Hören zu „Klangsschalen-lastig“. Michael bestand aber in seiner einfühlenden Art und Weise darauf, dass ich diese Technik üben sollte, denn „… ein guter Trainer sollte das, was er anbietet, zuerst selbst positiv an Geist und Körper erfahren haben …“. Also – was soll ich Euch sagen – eher widerwillig setzte ich mich in mein Arbeitszimmer und fing an …

Change your state of mind.

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Negative Ereignisse sind im unserem Gehirn deutlich präsenter. Das ist auch gut so, denn wir wollen Dinge, die wir als Gefahr für unser System erkannt haben, vermeiden. Leider konditionieren wir uns dadurch selbst auf Probleme. Es geht also darum, die positive Prägung unseres Gehirns zu stärken.

Stell Dir vor, Du schläfst jeden Abend mit negativen Gedanken ein. Egal, was das ist. Ob Du daran denkst, was Du heute alles nicht erledigt hast, dass Du heute wieder keine Bewegung hattest, dass Du heute wieder vergessen hast, Deinen besten Freund/ beste Freundin anzurufen … Egal was. Mit diesen eher destruktiven Gedanken schläfst Du ein.
Am nächsten Morgen, wenn Du aufwachst, ist Dein Gehirn direkt wieder im negativen Modus – Du stehst mit schlechter Laune auf und das wird sich noch verstärken, wenn Du Dein Gesicht gleich im Badezimmerspiegel sehen wirst …
Diese negative Prägung verändern wir jetzt gemeinsam. Hier ist die Übung dazu:
 Besorge Dir ein Notizbuch. Etwas Schönes, dass Du immer wieder gerne in Deine Hände nimmst.
 Setze Dich abends nach Deinem langen Tag ganz entspannt an einen gemütlichen Platz – dort, wo Du Dich gerne aufhältst.
 Notiere Dir jetzt fünf positive Dinge, die Dir im Lauf Deines Tages aufgefallen oder passiert sind.
Das muss nichts Großes sein:
 Das Lächeln der Verkäuferin in der Bäckerei reicht schon.
 Dein Arbeitskollege hilft Dir bei der Beantwortung einer Frage – das reicht.
 Beim Discounter hat Dich an der Kasse jemand vorgelassen – das reicht.
 Du nimmst heute die Treppe anstatt den Aufzug – auch das ist OK.
 Deine Nachbarin hat für Dich ein Päckchen angenommen – und so weiter …
Halte diese Übung unbedingt 14 Tage lang durch – und beobachte die fantastische Wirkung.
Durch diese Übung schärfst Du Deine Wahrnehmung. Nach diesen 14 Tagen gibt uns unser Gehirn Hinweise auf positive Dinge: Wir fühlen wieder die Sonne auf unserer Haut. Wir hören das Lachen unserer Kinder. Wir lachen selbst wieder. Wir nehmen den tollen Geschmack unseres Lieblingsessens wieder wahr …
Unser Gehirn gewöhnt sich an diese positiven Signale und wird für die Schönheiten des Lebens sensibilisiert. Alles andere erledigt die positive Wirkung der Ausschüttung von Glückshormonen, unsere körpereigenen Opiate …

Bei mir persönlich setzte die positive Veränderung bereits nach einer Woche ein. Achtung: Diese Übung hat einen gehörigen Suchtfaktor. Mittlerweile umgebe ich mich nur noch mit für mich positiven Menschen, Tieren und Dingen. Dies hatte für mich folgerichtig auch die Trennung von negativen Einflüssen zur Folge – auch das gehört dazu.
Letzten Endes habe ich selbst feststellen dürfen, dass gute Dinge mein Lebensgefühl verändern – und zwar positiv. Ich habe die Verantwortung dafür übernommen, dass ich glücklich sein will und glücklich sein werde.
14 Tage können eine verdammt lange Zeit sein. Dabei ist es gut, sich in eine selbstbestimmte Dynamik zu bringen; sich zu zwingen – egal wie – diese Übung mindestens 14 Tage lang durchzuhalten.
Das wird kein kurzer, schneller Sprint werden. Gefragt sind hier eher die Qualitäten eines Marathonläufers: Disziplin und Durchhaltevermögen. Die Glückshormone werden Euch dafür belohnen. Ich sage es nochmal: Achtung – Suchtfaktor! Beschwert Euch nicht bei mir, wenn Ihr Euer Glück nicht mehr mit beiden Händen fassen könnt …
Die Resilienzforschung hat die Wirkung dieser Übung mittlerweile empirisch konsistent bestätigt. Die Botschaft der Wissenschaftler lautet: Positive Emotionen wirken einhundert Prozent als Schutzschilde gegen die Belastungen des Alltags. Freue dich regelmäßig über Alltägliches – trotz negativer Reize!

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Bleibt mir nur noch mein abschließender Appell:
Stellt Euer Mindset auf eine positive Einbahnstraße um.
Der menschliche Kopf ist rund, damit Eure Gedanken die Laufrichtung ändern können.
Ihr gewinnt oder verliert immer zwischen Euren beiden Ohren.
Gebt Euch selbst die Erlaubnis, mit einer positiv-realistischen Sichtweise die Grenzen Eures Gehirns deutlich zu vergrößern oder sogar ganz aufzuheben.
Mental entscheidet. Ihr habt die Freiheit, Euch zu entscheiden.
Treffe DEINE Entscheidung. Und dann MACHE Dein Ding. Und nur das. Priorität „eins“. Regelmäßig. Mit schweinisch sturer Disziplin.
Es gibt nur einen Moment, (Dir) etwas Gutes zu tun: JETZT.
Und dieser Augenblick … und tausend andere kleine Momente … bestimmen Deine Zukunft … Deinen Erfolg …
Bleibe offen und sei bereit, Dich überraschen zu lassen.

Thomas Daub

 

 

 

 

Euer Thomas D.