„Erkenne Dich selbst“

Dieser, vor über 2000 Jahren im Apollotempel von Delphi eingemeiselte Spruch ist gerade heute mehr als aktuell. Oftmals transferieren wir Dinge auf andere Menschen und lassen uns dabei vollstädig außer Acht. So missbilligen wir verschiedene Verhaltensweisen, weil diese unserer Art der Denke konträr erscheinen. Wir spüren beispielsweise Ärger, spüren unsere innere Befindlichkeit und werten. Da kommt jemand zu spät zur Verabredung und ich habe Stress. In diesem Moment sind wir nicht mehr selbstbestimmt, sondern lassen es zu dass andere Menschen unsere Gefühle beeinflussen.

Reflektieren wir kurz die Situation:

Ein Mensch ärgert uns weil er in der U-Bahn mit Leistungen prahlt, die unserer Meinung einer Überprüfung nicht standhalten können. Damit beeinflusst er uns vielleicht in diesem Moment negativ und unser ganzes Körpersystem programmiert uns auf Konflikt.Wenn wir die Situation in Ruhe reflektieren, dann erfüllt er am Ende lediglich nicht unsere Erwartungen im Bezug auf ein gut geführtes Gespräch.

Für dieses Gefühl sind wir verantwortlich, wir sind Herr unserer Gefühle und entscheiden ob dieser Anlass so wichtig ist, dass wir aktiv eingreifen und damit sehr oft unseren Stress noch vergrößern, oder es uns nicht wichtig genug ist daraus ein Problem zu machen.

„Du bist dein eigener Herr und Meister. Deine eigene Zukunft hängt von Dir selbst ab“ (Buddha)

Toleranz ist gefragt. Diese fordern wir gerne bei anderen Menschen ein, haben aber nicht selten Probleme selbst toelrant zu denken und zu handeln. Wir sind somit im Zentrum und beeinflussen sowohl unser Leben(-sglück), als auch das anderer Menschen.

Helfen wir auch hier unserem Gehirn, in dem wir innere Bilder hervorrufen:

Ein Hund verirrte sich vor langer Zeit in einen Tempel mit 1000 Spiegel. Erschrocken began er zu knurren und 1000 Hunde knurrten zurück.Als er nach Stunden den Ausgang fand war die Welt für ihn ein bedrohlicher Ort und er war verbittert bis an sein Lebensende. Ein anderer Hund verirrte sich ebenfalls in diesen Tempel und freute sich so viele Artgenossen zu sehen. Er wedelte mit dem Schwanz und 1000 Hunde wedelten freundlich zurück. Ab diesem Tag war für ihn die Welt ein friedlicher Ort und er lebte zufrieden.

Wir müssen lernen, dass nicht jedes knurren uns auch zum knurren bringen darf. Wir müssen verstehen dass negative Verhaltensweisen sich multiplizieren, oft aber einzig und alleine der Ausdruck eigener innerer Zerrissenheit sind.

„Kenne deinen Feind und kenne dich selbst und in hundert Schlachten wirst du nie in Gefahr geraten“ (Sunzi 500 v.Chr.)

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Die eigene Persönlichkeit zu kennen, mit den Herausforderungen zu arbeiten, individuelle Lösungen zu haben, sind seit Jahren Grundprinzipien unserer Arbeit.

Das STRUCTOGRAM® – Trainingssystem gibt uns dazu das Handwerkszeug. Erst wenn wir die Stufe der Selbstkenntnis erklommen haben, steigen wir in die Fremdanalyse ein.

Davon mehr im nächsten BLOG-Beitrag in 14 Tagen,

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DANKE

Michael

 

 

 

Vorurteile, Evolution als Wegweiser und als Barriere

Kennen wir das nicht alle – man trifft Menschen und auf Anhieb spürt man, das funktioniert. Mit diesem Menschen liege ich auf einer Wellenlänge. Oder man trifft Menschen und ohne einen besonderen Grund fühlt man Abneigung, wenig Lust den Kontakt mit diesem Menschen weiter zu vertiefen.

Der Grund dafür liegt in der verschiedenen Wirkungsmechanismen unseres Gehirnes.Unsere Persönlichkeit ist ein chemischer Mix unterschiedlicher Hirnregionen. Ist dieser Mix kompatibel zu dem Mix anderer Menschen so zeigt uns Evolution diesen Weg und signalisiert uns Symphatie. Symphatie , dieses positive Gefühl ist nicht mehr als die Erkenntnis, dass die Person gegenüber ähnliche Problemlösungsschemata wie wir nutzt und damit unsere Überlebenswahrscheinlichkeit erhöht.

Solchen Personen vertrauen wir schneller und verzeihen eher Fehler, die stärkere Bindung ist dafür verantwortlich.

Unsere heutige Welt funktioniert nicht, wie wir oft glauben, rational sondern folgt nach wie vor uralten Regeln. Und genau dort überholen uns unsere Instinkte. Heute geht es meist nicht mehr um das echte Überleben, sondern darum mit Bindung Vorteile zu erwerben. So sind wir freundlich zu unseren Kunden, zu unseren Mitarbeitern, zu unserem Chef obwohl unsere innere Stimme uns öfter sagt – ICH WILL MIT DIESEM MENSCHEN NICHTS ZU TUN HABEN – .

Aber erreichen wir mit dem netten Klang unserer Worte wirklich den Gegenüber?

Oftmals nicht, denn durch nonverbale Zeichen (Körpersprache, Mimik..) zeigen wir nach wie vor – ICH MAG DICH NICHT – an, obwohl wir in unzähligen Erziehungsstunden und bei so manche Rhetorikseminar gelernt haben wie es doch eigentlich funktionieren sollte.

Um heute Bindung zu Menschen aubauen zu können, müssen wir versuchenn deren Probemlösungssystem zu erkennen, deren Mix im Gehirn zu bestimmen. Es gibt, so sagt man, keine zweite Chance für den ersten Eindruck.

Die moderne Hirnwissenschaft zeigt uns wie man Grundeigenschaften der Persönlichkeit bei anderen Menschen erkennen kann und in der Folge so nutzen kann, dass Bindung entsteht die beiden Seiten nutzen. So arbeiten wir heute mit temporären Bindungssystemen die Menschen zeigen was ich tun muss um in der Situation optimal zu bestehen. So ist es ein Unterschied ob ich im Verkauf mein Produkt anbiete oder im Konflikt mit meinem Partner eine gemeinsame Lösung annstrebe. Synchronisation chemischer Prozesse auf der Verhaltensebene führt zu dem was wir alle anstreben sollten – Toleranz.

Nur wenn wir unvoreingenommen in den ersten Kontakt gehen, wenn wir Menschen dort abholen wo sie stehen können wir den nachhaltigen Wert für uns erkennen. Oft höre ich die Floskel, dann treffet Euch doch in der Mitte. Wenn Sie nicht wissen wo Sie stehen, wo soll denn dann die Mitte sein?

Standpunkte kann man heute bestimmen, diese lernen zu kommnizieren und Standpunkte von anderen erkennen.

Es fängt immer bei mir selbst an oder wie mein Kollege Simon philosophisch nach einigen Bieren anmerkte:

„Wenn Du weißt wo Du stehst, kannst Du sein wo Du bist“

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In diesem Sinn ein tolles, tolerantes 2014,

Michael